Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

Ich bin ein Stadtteil - Inklusives Theater

Inklusives Theater in der JeverNeun

Seit Beginn des Schuljahres im letzten Sommer koordinieren wir einen inklusiven Theaterkurs. SchülerInnen aus zwei Grundschulen mit und ohne Behinderung können hier ihre kreative Seite im Theater ausleben. Der Kurs startete an der Fläming-Grundschule und an der Schule am Stadtpark. Seit den Winterferien wurde der Kurs zusammengeführt. Er findet nun bei uns in der JeverNeun statt. Unser Ziel war es, Kinder aus unterschiedlichen Sozialräumen zusammen zu bringen, Ihnen die JeverNeun als Jugendzentrum zu zeigen und gleichzeitig ihre Stimmen und ihre Präsenz im Haus hör- und sichtbar zu machen.

Diese Idee gab es vorher noch nicht: Zwei Kurse zu einem wachsen zu lassen und zu versuchen alle äußeren Barrieren zu umgehen. Alle Beteiligten waren sehr begeistert!

Trotzdem sollten wir auch erwähnen, dass wir, als Organisatoren, noch vieles lernen müssen. Und das ist gut! Der Weg zu einer inklusiveren Gesellschaft ist beschwerlich und manchmal auch schmerzlich. Der Weg funktioniert nicht von oben nach unten, wie ein Befehl. Dass wissen wir und deshalb ist es uns umso wichtiger Stimmen anzuhören, die sonst oft nicht hörbar sind oder gehört werden. Die Stimmen zu hören, die die eigentlichen ExpertInnen der Inklusion sind.

Wir möchten Sie (unsere AdressatInnen, NachbarInnen, Kinder, Eltern von Kindern,...) deshalb bestärken (unabhängig vom Theaterprojekt), Ihre Wünsche und Ihre Erfahrungen im Themenfeld „Inklusion“ und ihre Kritik mitzuteilen. Nur durch Offenheit und Wertschätzung ist es möglich unsere Arbeit zu verbessern und so auch die Welt ein ganz kleines Stück besser zu machen.

 

Wir möchten gleichzeitig auch betonen, dass wir uns freuen, dass der Theaterkurs gut läuft und sind froh, dass wir uns in dieses Feld hineinbegeben haben. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und vor allem den ErzieherInnen und Martine Schoenemakers, der Theaterpädagogin, für ihr Engagement und ihre Bereitschaft hier etwas Besonderes entwickeln zu können. Wir möchten sie deshalb hier zu Wort kommen lassen:

 

„Bis zu den Herbstferien veränderte sich die Gruppenzusammensetzungen immer mal wieder, aber nach einer gewissen Zeit gab es jeweils einen Stamm von Kindern, die mit großem Eifer und Leidenschaft auf ihre Präsentation hinarbeiteten, um sie dann der anderen Gruppe, Familien und FreundInnen zu zeigen.

Im Mittelpunkt stand dabei immer die Phantasie und Kreativität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich dann auch sehr eindrücklich in den zusammen erarbeiteten Szenen vermittelten - so dass ihre Präsentation für alle Beteiligten ein großes Erlebnis war und die Stühle für das zahlreich erschienene Publikum nicht reichten.

Nach den Winterferien 2020 geht es nun in einer gemeinsamen inklusiven Theater-AG an der JeverNeun weiter. Mal sehen, wohin uns unsere Kreativität diesmal führt...   

Ich bin sehr gespannt und freue mich darauf!"

 

Martine Schoenmakers, Theaterpädagogin

 

„Nach vielen Proben, mit all seinen schönen Facetten, die manchmal auch sehr turbulent sein konnten, viel Mut und Kompromissbereitschaft erfordert haben und zu guter Letzt sehr viel Aufregung und Lampenfieber; haben die Kinder der „Fläming Theater AG“ etwas Besonderes auf die Bühne gebracht!

Nun sind wir gespannt auf das nächste Theater Stück und freuen uns neue Erfahrungen zu machen.“ 

 

Ufuk Bulut, Integrationserzieherin aus dem Team der Fläming-Grundschule

 

 

Ich bin ein Stadtteil - Inklusiv nachgefragt

Inklusiv vorgestellt - Susann Bachmann

„Es ist für alle wichtig, sich in ihrer Kunst ernst genommen zu fühlen“. Unter diesem Blick nehmen die Künstler*innen an öffentlichen Kunstwettbewerben und Ausschreibungen teil." S. Bachmann Mehr...