Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

Ich bin ein Stadtteil - Vorgestellt - Unternehmerinnen im Stadtteil

UnternehmerInnen im Stadtteil

Hier möchten wir ihnen ab dem Sommer 2019 UnternehmerInnen aus dem Stadtteil vorstellen. Lernen Sie mal ganz andere Nachbarinnen kennen. In unseren Kiezsparziergängen haben wir erfahren, dass UnternehmerInnen auch das Problem haben, andere Unternehmer im Stadtteil kennenzulernen. Wir möchten sie mit dieser Maßnahme unterstützen.

Ich bin ein Stadtteil - UnternehmerInnen im Stadtteil

Interview mit Herrn Selmani, dem Betreiber des Buon Café "S"

Wir trafen Herrn Selmani im August bei schönem Wetter in seinem Café. Das Interview mit ihm wurde immer wieder von kurzen Unterbrechungen begleitet. Denn das, was er sagt, lebt er auch: nachbarschaftlicher Kontakt, hier und da ein Gruß und nette Worte.

Warum haben Sie hier ein Café eröffnet?

Ich hatte früher ein Café in Charlottenburg. Das war sehr schön belebt. Da waren noch mehr Cafés und kleine Läden. Aus persönlichen Gründen, habe ich den Laden abgegeben. Ich war hier immer mal wieder als Gast in der Gegend, weil meine Geschwister hier in der Nähe leben. Da habe ich die Ecke hier gesehen und fand sie sehr schön. Es ist zentral, aber gleichzeitig ist es auch ruhig.  Es ist wie eine kleine Oase, in der man seine Pause, sein Frühstück, seinen Kaffee oder Kuchen genießen kann. Per Zufall habe ich erfahren, dass der Laden verkauft wird und dann habe ich ihn im April übernommen. Und jetzt möchte ich hier eine schöne Oase für die Leute hier bieten.

Was ist das besondere an ihrem Café?

Mit gefällt die Lage hier sehr gut. Wobei ich mir mehr Leben hier wünschen würde. Aber ich bin hier mit positiven Gedanken und bekomme auch immer besseres Feedback von den Leuten. Die Terrasse ist schön groß und auf der einen Seite kann man Schatten haben und es gibt auch Plätze in der Sonne.  Wie gesagt, es ist wie eine kleine Oase, in die man vor der Lautstärke der Hauptstraße flüchten kann. Wenn es noch zwei oder drei Cafés mehr hier geben würde, wäre es noch schöner. Ich sehe das nicht als Konkurrenz, sondern als Belebung, weil dann noch mehr Menschen kommen würden. Wir sind schon auf einem guten Weg, dass die Leute kommen und sich kennenlernen, gemeinsam Kaffee trinken und Gespräche von Tisch zu Tisch führen. Dass das Leben auf der Straße stattfindet und nicht jeder in seine Wohnung rennt.

Was bedeutet Nachbarschaft für Sie? Und warum sollte man sich nachbarschaftlich engagieren?

Man sollte sich nachbarschaftlich engagieren, weil es sehr wichtig ist. Ich verstehe es so, dass das Leben auf der Straße stattfinden sollte. Denn dann kennt jeder jeden, es hilft jeder jeden, man tauscht Informationen aus.  In anderen Kiezen läuft es schon so. Ich kann auch mit dazu beitragen, als Gewerbetreibender. Zum Beispiel ein Straßenfest oder einen Flohmarkt. Das wäre sehr schön, weil alle davon profitieren. Ich sehe das nicht nur aus der Perspektive von meinen Geschäft, sondern dass die Leute miteinander zusammenkommen. In Charlottenburg haben wir die Straße auch zwei-, dreimal im Jahr zu gemacht und die Kinder haben eigene Sachen verkauft und jeder kannte jeden und hat sich begrüßt. Dieses Flair ist sehr schön.

Was bringt das Café für Ressourcen für den Stadtteil mit?

Wir haben hier nebenan einen kleinen Raum. Ich vermiete den Raum für kleine Veranstaltungen für bis zu 25 Personen. Bisher waren darin mehrere Feiern. Geburtstage, Trauerfeiern. Wir bieten natürlich auch Catering an: Kaffee, Kuchen,… Es wird sehr gut angenommen. In diesem Monat habe ich noch zwei bis drei Reservierungen. Ich möchte den Raum noch schöner machen und renovieren. Außerdem will ich noch mehr Werbung machen.  Viele Leute fragen auch nach. Gestern zum Beispiel war eine Dame hier, die Geburtstag feiern will. Und sie meinte sie braucht den Raum für kleine Veranstaltungen oder Vorträge. Und dafür kann das genutzt werden.

Also sowohl das Café und der kleine Veranstaltungsraum sind Orte der Begegnung?

Ja.

Wir sind ein inklusives Stadtteilprojekt. Also wollen wir auch Menschen mit Beeinträchtigungen in unsere Arbeit einbeziehen. Spielt dieser Aspekt für sie eine Rolle? Sind Menschen mit Beeinträchtigung eine Zielgruppe für Sie? Kommen die hierher?

Für mich gilt: Jeder Gast wird hier als Gast respektiert. Deswegen freue ich mich… Viele kommen aus dem Domicil zum Beispiel. Mittlerweile kenne ich schon alle persönlich. Und die kommen mit ihren Kindern, wenn sie Besuch kriegen und viele ältere Damen und Herren auch. Und das will und möchte ich auch: dass ein älteres Publikum hier einen Ruhepol findet. Das freut mich. Ich versuche auch älteres Personal zu haben, damit sie auch zum Publikum passen. Mit jüngeren Leuten hat man nur Kopfschmerzen.  Ich habe nette KollegInnen hier. Die kennen mittlerweile alle hier. Mehr als ich sogar!

Wie viele Angestellte haben Sie?

Momentan habe ich vier Angestellte. Sie [Die Kollegin, die gerade da ist; Anm. d. Verf.] hat große Erfahrung in der Gastronomie, Café, Veranstaltungen,.... und sie ist so offen und die Leute nehmen das sehr gut an. Man bietet ihnen so eine kleine Atmosphäre, in der sie sich wohlfühlen sollen, aber auch häuslich. Wie gesagt: Die Leute lernen sich von Tisch zu Tisch kennen, reden miteinander. Und es ist ein Ort, wo die Leute sagen: „Es ist doch wunderbar! Ich habe meinen Nachbarn kennengelernt.“

Dazu muss man ins Café gehen: Um seine NachbarInnen kennenzulernen?!

Ja, ist so!

 

Buon Café "S"

Poschingerstr. 34

12157 Berlin

Offene Sprechstunde für Nachbarinnen und Nachbarn

Dienstag 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr Donnerstag: 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung

Ich bin ein Stadtteil

Kontakt

Ich bin ein StadtteilJever Straße 912157 BerlinStandort / BVG Fahrinfo
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KoordinatorPhilipp Günther81 82 71 42E-Mail senden
KoordinatorSebastian Singer81 82 71 42E-Mail senden

Ehrenamtliche Mitarbeit

Die Jever Neun ist ein großes und lebendiges Haus. Sie braucht an vielen Stellen Unterstützung. Ihren besonderen Charakter bekommt sie erst durch das Zusammenspiel von Engagement und besonderen Talenten. Professionelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben oft wenig Zeit. Deshalb ist ehrenamtliches Engagement wichtig. Und dieses Engagement prägt das Leben im Haus. Schauen Sie deshalb gern auf die Ehrenamtsseite des Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. Zu den Angeboten

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